#WB Exkursion Languedoc-Roussillon – 08. bis 15. Juni 2014

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Exkursion nach Languedoc-Roussillon

WB-Studierende im Süden Frankreichs

Unsere WB-Exkursion im Sommersemester 2014 führte uns in den Süden Frankreichs ins Anbaugebiet Languedoc-Roussillon. Jeweils von Montpellier aus, besuchten wir eine Woche lang eine Vielzahl unterschiedlichster Weinbaubetriebe der Region. Unser erster Tag in Südfrankreich begann mit der Besichtigung der Domaine de Jarras im Gebiet der Camargue, die ein Teil des weltweit agierenden Weinproduzenten Listel ist. Die Domaine de Jarras ist bekannt für ihren „Vin de Sable“ – welcher seinen Namen dem Sandboden verdankt, auf welchem die Reben wachsen. Bei einer geführten Tour über das mehrere hundert Hektar große Areal, haben wir uns die Rebflächen angeschaut. Nach dieser interessanten Besichtigung machten wir Halt in der historischen Stadt Aigues-Mortes. Anschließend besichtigten wir eine Meersalzproduktion mit den verschiedenen Salinen.

Das erste Weingut am zweiten Tag war Mas Amiel. Nach einer Besichtigung des Weinguts und des dazugehörigen Kellers begann die Verkostung. Besonders hervorzuheben bei dieser Verkostung waren vor allem der Prestige Rotwein Carerades, der Vintage Rouge und der berühmte Vin doux naturel 10 Jahre. Anschließend fuhren wir rund eine halbe Stunde in das kleine Örtchen Calce zu Jean Philippe Padié. Ein kleines Dorf, ein winziger Keller und große Weine. So lässt sich der Besuch bei Padié wohl am besten beschreiben.

Am dritten Tag fuhren wir zur Kooperative Vignerons de la Vicomté d´Aumelas. Die Genossenschaft verarbeitet die Trauben von ca. 7000 ha an fünf verschiedenen Standorten. Einen dieser Kellereistandorte (2000 ha) besuchten wir und waren erstaunt von dessen Effizienz. Ebenso beeindruckend war die enorme Etikettenvielfalt. Jedes Absatzland hat seine eigene Vorlieben, auf welche die Labels der Vignerons de la Vicomté perfekt abgestimmt sind. Anschließend besuchten wir die Domaine de Nicole, einer der 9 Weingüter von Paul Mas. Nicht zuletzt aufgrund einer ausgefeilten Marketingstrategie, stieg Paul Mas in den letzten 15 Jahren zu einem der führenden Winzer im Languedoc auf. Marken wie „Arrogant Frog“ , „Chateau Paul Mas“ oder „Coté Mas“ erreichten Welterfolg. Auch hier durften wir nach der Besichtigung des Kellers noch einige Weine probieren.

Am vierten Tag unserer Exkursion besuchten wir das Weingut Domaine de la Colombette in Beziers. Vincent Pugibet führte uns in seinen Weinberg und erklärte die Besonderheiten des Anbaus von PIWI-Rebsorten im Minimalschnitt. Viele Stöcke seiner 120 ha Rebfläche wurden seit über fünf Jahren nicht mehr gespritzt. Krankheiten sind aufgrund der klimatischen Bedingungen dennoch nicht zu beobachten. Bei einer Kellerführung konnten alle Fragen zu dieser besonderen, oft noch unbekannten Ausbauart, beantwortet werden. Anschließend setzten wir unsere Fahrt zu Le Chemin de Rêves fort. Dieses 17 ha große Weingut wird von Benoît Viot und seiner Frau nach ökologischen Richtlinien geführt. Die Qualität der Weine begeisterte uns und kaum jemand ließ sich die Gelegenheit entgehen, einige Flaschen zu erwerben.

Der fünfte Tag begann mit einer Fahrt zur Cave de Roquebrun, welche sich im Valée de l´Orb Nord-Westlich von Béziers befindet. Nach einer Kellerbesichtigung gingen wir mittags ins Petit Nice essen. Hier hatte man einen wunderschönen Ausblick über das Vallée de l´Orb und die Garrigues Landschaft. Anschließend begaben wir uns zum Château Ciceron, welches zur Domaines Auriol gehört. Hier wurden wir bereits von Florian Richter erwartet, einem ehemaligen Absolventen der Uni Geisenheim. Nach einem geschichtlichen Teil über die Domaine Auriol und das Château Ciceron bekamen die Studenten einen Rundgang durch den großen Garten sowie die Chateau eigenen 10 ha Rebflächen. Anschließend ging’s zur Verkostung.

Einen Tag vor der Abreise besuchten wir eine Austernfarm in Sete. Dort wurden wir von der Meeresbiologin Frau Heidi Spielmann-Sirguey empfangen, welche u.a. an dem dort ansässigen meeresbiologischen Institut als Dozentin tätig ist. Nach etwas Theorie kam die Praxis – wer mochte, konnte frische Austern „verkosten“, auch Miesmuscheln (roh wohl gemerkt) standen zum Probieren bereit. Im Anschluss fuhren wir an der Küste entlang ins Zentrum von Sete. Nach Aufenthalt direkt am Hafen und gestärkt durch köstliches Essen ging es weiter zur letzten offiziellen Station unserer Exkursion – Noilly Prat in Marseillan. 1813 gegründet gehört Noilly Prat inzwischen zum Unternehmen Baccardi und produziert den gleichnamigen Wermut Noilly Prat, welcher in Frankreich hauptsächlich zum Kochen verwendet wird. Der Name geht zurück auf  Joseph Noilly, welcher das Rezept entwickelt hat sowie Claudius Prat, Schwiegersohn und späterer Partner der Firma. Nach einer Führung durch den beeindruckenden Keller durften wir den Wermut verkosten. Neben dem French Extra Dry werden die beiden feinsüßen Sorten Rouge und Blanc produziert, relativ neu ist die Version Ambre, welche bislang aber ausschließlich in der Region vertrieben wird. Am Abend ließen wir dann die Exkursion bei einem gemeinsamen Abendessen in der Altstadt von Montpellier ausklingen.

Weitere Informationen: Prof. Dr. Michael Brysch-Herzberg, Studiengang Weinbetriebswirtschaft

Telefon: 0 71 31-504-327, E-Mail: michael.brysch-herzberg@hs-heilbronn.de

Bild: creative commons by Jean-François RenaudMaury, Languedoc-Roussillon, Frankreich


 

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