#IB Interview mit aha! film Gründer Robin Wuchter

Fakultät International Business – Alles für Ihren Erfolg


Ein guter Film löst Emotionen aus

Indiana Jones und das Latinum

Vor etwa einem Monat hat die Filmproduktionsfirma aha! film für die Fakultät für International Business einen ersten Film gedreht, der derzeit in der Nachbearbeitung ist und auf den wir alle schon gespannt warten. Robin Wuchter, einer der Gründer von aha! film und Preisträger des Silbernen Delphins in Cannes, hat uns einige Fragen zu seiner Arbeit beantwortet. Lesen Sie selbst, wie ein Film ihn zum Latinum brachte.

 Silberner Delphin

Wer steht hinter aha! film?

Michael Schranner und ich haben aha! film vor etwa eineinhalb Jahren gegründet. Unser Ziel ist es, Filme in den Bereichen Bildung, Wissenschaft und Natur zu machen, die komplexe Themen einfach erklären. Mittlerweile planen wir unsere Projekte mit drei weiteren Redakteuren – u.a. Christopher Stöckle, der als Aufnahmeleiter bei den Dreharbeiten zum ersten IB Film mitgearbeitet hat. Natürlich arbeiten wir bei jedem Film mit einem Team von 10-20 Leuten, die wir dann immer projektbezogen dazu holen. Mit einigen Leuten, wie dem Kameramann Niklas Zidarov, dem Tonmeister Markus Limberger oder der Cutterin Linda Bosch arbeiten wir sehr regelmäßig zusammen. Es kommen aber auch immer wieder neue Leute dazu: Für den IB-Film konnten wir z.B. Daniel Rübesam als Regisseur gewinnen. Er gilt als eines der Nachwuchstalente an der Filmakademie Baden-Württemberg und dreht normalerweise Serien und Spielfilme.

Robin Wuchter und Michael Schranner

Robin Wuchter und Michael Schranner

Daniel Rübesam

Daniel Rübesam

Niklas Zidarov

Niklas Zidarov, Markus Limberger

Markus Limberger

Markus Limberger

Niklas Zidarov, Michael Schranner und Christopher Stöckle

Niklas Zidarov, Michael Schranner und Christopher Stöckle

Daniel Rübesam und Niklas Zidarov

Daniel Rübesam und Niklas Zidarov

Was unterscheidet einen guten von einem schlechten Film?

Ein guter Film löst beim Zuschauer eine emotionale Reaktion aus: Er ist lustig, spannend oder traurig. Dabei geht es aber nicht nur um den Effekt: Emotionen helfen auch dabei, Sachinformationen greifbarer abzuspeichern – so können dem Zuschauer wichtige Informationen vermittelt werden, ohne dass es als „Lernen“ empfunden wird.

 

Ist Filme-Machen eine Wissenschaft oder eine Kunst?

Ich denke, das kommt wie bei der Malerei sehr darauf an: Es gibt die Zeichner in den Fußgängerzonen, die im besten Fall Kunsthandwerk produzieren. Es gibt die Avantgarde, deren Bilder höchst anspruchsvoll, aber für ein breites Publikum auch völlig unverständlich sind. Die meisten unserer Filme würde ich in diesem Zusammenhang am ehesten mit einer Infografik vergleichen, die auf einfache, aber auch überraschende und unterhaltsame Art und Weise Informationen vermittelt.

 

Welchen Filmemacher bewundern Sie am meisten?

Ich persönlich bin ein großer Fan von Quentin Tarantino, weil er Genres sehr genau analysiert, um dann die bekannten Muster auf den Kopf zu stellen.

 

Was ist für Sie der beste Film aller Zeiten?

Haha, immer mein letzter! 😉 Wenn ich mich entscheiden müsste, würde ich sagen „Indiana Jones und der letzte Kreuzzug“ – wegen diesem Film wollte ich als Kind unbedingt Archäologe werden und habe dafür sogar extra das Latinum gemacht.

 

Über welches Thema würden Sie gern einmal einen Film drehen?

Ich beschäftige mich seit längerem mit den Nibelungen. Das ist ein Thema, das ich gerne einmal entstauben und ins 21. Jahrhundert holen würde.

 

Welche Rolle spielen die Bilder, welche Rolle spielt die Musik beim Film?

Die Bilder im Film erzählen die Geschichte, sie müssen zum Text passen. Natürlich haben sie auch eine emotionale Komponente, aber nichts beeinflusst die Stimmung eines Films stärker als die Musik. Deshalb ist es uns auch extrem wichtig, bei unseren Filmen mit professionellen Musikern wie Sebastian Bartmann zusammen zu arbeiten.

 

Was passiert nach einem Dreh mit dem Bildmaterial?

Das gesammelte Material muss in ein Schnittprogramm eingepflegt und sortiert werden. Beim Film werden Ton und Bild in der Regel getrennt aufgenommen, bevor der Schnitt beginnt muss daher beides wieder zusammen geführt werden. Letztendlich entsteht der Film erst im Schnitt – denn erst hier zeigt sich, ob eine Idee, die im Drehbuch gut klang, auch tatsächlich funktioniert. Nach dem Schnitt wandert das Material in die Farbkorrektur, wo die Bilder sozusagen auf Hochglanz gebracht werden. Parallel wird die Musik eingespielt und das Sounddesign erstellt: Dabei werden z.B. Geräusche hinzugefügt oder in der Ton-Mischung herausgefiltert. Je nachdem muss auch ein Sprecher aufgenommen werden. Ganz zum Schluss werden noch Text-Einblendungen und Bild-Effekte eingebaut und dann kann der fertige Film in unterschiedlichen Formaten ausgespielt werden.

 

Wie kam es zu der Zusammenarbeit mit der Hochschule Heilbronn?

Die Hochschule Heilbronn war unser erster Kunde: Wir waren damals alle noch Studenten an der Filmakademie und haben an einer Ausschreibung für einen Film zum Studiengang „Energiemanagement“ teilgenommen. Da Michael und ich uns schon während unseres Studiums auf genau solche Erklärfilme spezialisiert hatten, konnten wir die Ausschreibung für uns entscheiden. Dass daraus eine so lange und erfolgreiche Zusammenarbeit werden würde, konnten wir damals natürlich nicht ahnen.

Welches Gefühl war es, in Cannes zu sein?

Die Preisverleihung in Cannes war natürlich ein absolutes Highlights meiner bisherigen Karriere. Ich wurde für einen Unterrichtsfilm ausgezeichnet, den ich noch während meines Studiums gedreht hatte: Ich wollte zeigen, dass man auch „langweilige“ Themen wie die Finanzwirtschaft spannend und unterhaltsam darstellen kann. Das hat die Jury beim Cannes Corporate Media Award wohl überzeugt. Für mich war das natürlich ein schöner Ansporn, genau in dieser Richtung weiter zu machen.

 

An welchen Projekten arbeiten Sie derzeit?

Im Moment drehen wir mehrere weitere Filme für die Hochschule Heilbronn. Daneben arbeiten wir natürlich auch für andere Kunden wie BMW, Lotter oder das FWU. Außerdem bereiten wir gerade einige Dokumentationen für den SWR vor.

 

Ganz herzlichen Dank für Ihre Antworten! Wir freuen uns auf unseren ersten Film und auf die weitere Zusammenarbeit.

 

Wollen Sie noch weitere Filme von aha! film ansehen? Dann schauen Sie mal bei Vimeo vorbei, hier finden Sie eine Auswahl der Filme von aha! film.


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