#WB In zehn Tagen um die Welt

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Naja, wenn wir ganz ehrlich sind, haben wir von der Weinbetriebswirtschaft es nicht ganz um die Welt geschafft, wir haben es nur auf 39.800 km gebracht. Und nicht rundherum – da würde ja was fehlen und wir wären gar nicht zurück in Heilbronn – sondern hin und zurück. Und zehn Tage waren wir auch nicht unterwegs, sondern zwölf. Aber in diesen 12 Tagen waren auf der anderen Seite der Welt, in Neuseeland. Und wir haben dort eine wundervolle Exkursion erlebt.

Nach zwei langen Flügen mit insgesamt mehr als 24 Stunden Reisezeit und gefühlt fast so langer Wartezeit auf den Hoteltransfer, kamen wir dann in einem nicht ganz topsauberen Motel an (manchmal ist es gut, dass es Nacht ist, wenn man ankommt). Nach kurzer Ruhezeit machten wir uns bei strahlender Sonne auf den Weg nach Napier, unserer ersten Station. Auf dem Weg gab es einen Stopp in Rotorura und Taupo, wo einige die „hole in 1 challenge“ angenommen, aber leider nicht gewonnen haben. Die 10.000 $ Siegprämie wären durchaus willkommen gewesen. Auf jeden Fall haben wir durch die Stopps einen guten Eindruck von der Nordinsel bekommen. Spät abends in Napier angekommen, war so mancher Student froh, dass in Neuseeland einige Supermärkte bis 24 Uhr offen haben.

Am nächsten Morgen wurden wir von einer Delegation unserer Partnerhochschule abgeholt und konnten in hochschuleigenen Minibussen die ersten Weingüter erkunden. Das BBQ an der Hochschule mittags war ausgesprochen lecker, wenn auch nicht einfach zu essen, weil man alles, was man zu sich nehmen möchte, zwischen zwei Brotscheiben klemmt (glücklich derjenige mit großen Händen und großer Klappe). Besteck und Teller gehören traditionell nicht zum Neuseeland BBQ. Mit vollen Mägen ging es dann zur nächsten Verkostung, die Grundlage war gelegt.

Zweieinhalb Tage, viele Weingüter und eine Radtour später haben wir uns in die 30er Jahre zurückversetzen lassen. Napier ist die Art Deco Hauptstadt in Neuseeland und veranstaltet einmal jährlich ein Art Deco Festival. Da werfen sich alle in Verkleidung, es gibt Konzerte und Veranstaltungen in der ganzen Stadt bis in die Nacht hinein. Das war einfach großartig und so mancher Student hat an dem Abend seine tänzerischen Talente voll ausgelebt.

Leider mussten wir uns am Tag darauf auch von unseren landes- und weinkundigen Führern vom EIT verabschieden. Sie blieben auf der Nordinsel während wir uns Richtung Marlborough auf der Südinsel aufmachten. Und dann, oh nein, in Neuseeland gibt es auch Regen. Unsere Fährfahrt war verregnet. Und die Ankunft in unserem eher funktionalen Hostel wäre bei schönem Wetter auch weniger schockierend gewesen, zumindest für das Lehrpersonal. Aber unverzagt haben wir uns auch hier auf die Weingüter gestürzt und dabei viel Interessantes entdeckt. Zwar war so mancher Sauvignon Blanc geradezu sauer, aber die wunderbaren Rieslinge haben dafür entschädigt. Abends sind wir unserem überaus gemütlichen Hostel in Restaurants entflohen.

Auch der zweite Tag in Marlborough, diesmal wieder mit Sonnenschein, brachte viele gute Weine und interessante Führungen. Und auch richtig gute Sauvignon Blancs. Und der Besuch in der Schokoladenfabrik war was für Schleckermäuler. Tja, und dann stand auch schon der Abschiedsabend auf dem Programm. Da einige Studenten Neuseeland noch auf eigene Faust Neuseeland bzw. Australien erkunden wollten, ging es mit der gesamten Gruppe zum Thailänder. Lecker und manchmal auch tränenreich, zumindest für den größten Teil der Gruppe. Das weitere Nachtleben in Blenheim war dann sehr übersichtlich.

Am nächsten Morgen, mit 17 Weingütern, mehr als 100 verkosteten Weinen und vielen anderen neuen Eindrücken im Gepäck, machte sich der Rest der Gruppe wieder zur Nordinsel auf. Schade, wir wären gerne noch länger geblieben und hätten zumindest die Südinsel noch etwas mehr erkundet. Dafür stand dann Powershopping aller Mitbringsel außer Wein an einem Nachmittag in Wellington und der Rückflug nach Auckland auf dem Programm. Die letzte Nacht haben wir, in Anbetracht der gemütlich, wohnlich und angenehm eingerichteten Zimmer unseres Hostels, lieber in einer Karaoke-Bar verbracht. Die Stimmung war so großartig, dass selbst das Lehrpersonal zum Mikrofon gegriffen hat. Aber keine Sorge, alle Videomitschnitte wurden eingezogen. Was für eine Reise!

Prof. Dr. Bettina Merlin, Weinbetriebswirtschaftslehre

Tango tanzen
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4 Antworten zu “#WB In zehn Tagen um die Welt”

  1. […] Sprache und Kultur, referierten über ihre Erlebnisse vor, während und nach ihren Exkursionen nach Neuseeland und […]

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