#IBO Praktikum im duftenden Hafen

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Unsere IBO-Studentin Maria Solowich befindet sich zzt. in Hongkong und berichtet von ihrem Praktikum bei Kaufland Hong Kong Ltd.

Maria Solowich
Maria Solowich
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Heutzutage gehen wir beinahe täglich einkaufen – wir kaufen Essen, Kleidung oder anderweitige Konsumgüter. Aufgrund der hohen Konkurrenz zwischen den Supermarktgiganten profitieren wir als Verbraucher  von den zahlreichen Angeboten und der vielfältigen Auswahl. Doch welche Schritte durchlaufen die Artikel, die später im Regal und schließlich in unseren Warenkörben landen?  Im Rahmen meines einjährigen Praktikums konnte ich einen Blick hinter die Kulissen des internationalen Einkaufs werfen. 

Mit reichlich Vorfreude und einer Prise Aufregung stieg ich Ende August 2014 in den Flieger und zwölf Stunden später empfing mich die typisch schwüle Hitze Hongkongs. Die Skyline der Metropole, in der knapp über  7 Mio. Einwohner leben, hinterließ gleich einen bleibenden Eindruck, der bis heute nicht verblasst ist. Bevor ich mein Praktikum Anfang September begann, hatte ich noch ein kurzes Wochenende, um mich auf diese neue Umgebung einzustellen.

Kaufland Hong Kong Ltd. ist die asiatische Einkaufszentrale, die als Vermittler zwischen dem Einkauf in Deutschland und den Lieferanten im asiatischen Raum agiert. Derzeit gibt es etwa 60 Mitarbeiter, die neben dem Einkauf in unterschiedlichen Abteilungen tätig sind (Qualitätssicherung, Marketing, Logistik usw.). Gleich am ersten Tag wurde ich allen vorgestellt und unterstütze seitdem das Textilteam. Mein Team besteht neben mir aus vier Chinesen aus Hongkong, weshalb unsere Kommunikation – zu meiner Freude – ausschließlich auf Englisch stattfindet. Meine Kollegen nahmen mich von Anfang an herzlich im Team auf und erklärten mir die allgemeinen Prozessabläufe.

Hinter den Kulissen

Alles fängt mit dem Treffen der Einkäufer in Deutschland an, diese legen fest, welche Artikel sie in den Einkaufsregalen von Kaufland sehen möchten. Sobald die Entscheidung getroffen ist, leiten sie die gewünschte Bestellung, unter Angaben der genauen Produktbeschreibung, Stückzahl, Materialzusammensetzung etc., nach Hongkong weiter. Nun kommen die Merchandiser und somit auch mein Team ins Spiel. Nach Bestelleingang wenden wir uns mit den Auftragsbedingungen an ausgewählte Lieferanten und bitten sie, uns ein entsprechendes Angebot zu machen. Nach einiger Verhandlungszeit und der Zustimmung aller Parteien erhält einer der Lieferanten schließlich den Produktionsauftrag.

Hier beginnt nun die Kernaufgabe der Merchandiser. Sie müssen sicherstellen, dass die Ware zu der festgesetzten Zeit, in der richtigen Anzahl, Qualität und zum vereinbarten Preis an Ort und Stelle eintrifft. Dafür ist die tägliche Kommunikation mit dem Lieferanten und die Kontrolle des kompletten Produktionsablaufs entscheidend. Einerseits gehört es zu meinen Aufgaben, die fehlerfreie Verarbeitung der Muster zu überprüfen und die korrekte Farbauswahl sowie die entsprechende Größe und das Gewicht auszuwählen. Zum anderen bin ich dafür verantwortlich, dass die Endverpackung des Produktes rechtzeitig beim Lieferanten ankommt. Dabei  fungiere ich als Schnittstelle zwischen den Lieferanten, dem Designteam in Hongkong und der Verpackungszentrale in Deutschland. Insgesamt dauert es circa sechs bis sieben Monate bis die Ware schließlich in den Kauflandregalen für den Endverbraucher erhältlich ist.

Fazit

In den vergangenen Monaten konnte ich nicht nur im Hinblick auf die Arbeit im Einkauf sehr viel dazulernen. Hongkong ist eine stets lebendige und kulturell sehr vielfältige Stadt. In dem pulsierenden Stadtkern gibt es eine Menge Bars, Restaurants oder Cafés, in denen man sich gerne nach Feierabend mit Freunden trifft. Zusammenhalt ist ein wichtiger Aspekt der chinesischen Kultur und spiegelt sich auch im Alltag wider – gegessen wird generell in größeren Gruppen, wobei auch die Speisen miteinander geteilt werden. Zur Entspannung am Wochenende geht man üblicherweise wandern oder verbringt den Tag einfach an einem der zahlreichen Strände, die nur wenige Kilometer von der Stadtmitte entfernt sind. Alles in allem bin ich sehr glücklich, dass ich mein Praktikum in Hongkong machen kann und würde es auch stets weiterempfehlen.

Alle Bilder Copyright Maria Solowich


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