#IBIS Erfahrung und Herausforderung in Tunesien

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18. bis 28. Februar 2015

Im Februar verließen 18 IBIS-Studierende das nasskalte Heilbronn, um im wärmeren Tunesien neue Erfahrungen zu sammeln und sich interkulturellen Herausforderungen zu stellen. Lektorin Josephin Seel machte sich mit den Studierenden Esem Ciftci, Florian Dillenz, Saber Ben Fredj, Marina Gerth, Rebecca Ghawi, Iman Hamadi, Christina Hartl, Lorena Hufnagel, Lisa Lais, Avraam Ioannidis, Mariem Nabli, Kristina Rehm, Tamara Rockstroh, Yasmin Souissi, Chris Sütkardes, Rahel Tesfay, Antonia Weber und Maren Winnerl auf den Weg, um verschiedene Unternehmen und Bildungseinrichtungen in Tunesien zu besuchen. Ziel der Exkursion war es, kulturelle, (bildungs)politische und wirtschaftliche Erkenntnisse über Tunesien zu gewinnen und diese mit deutschen Verhältnissen zu vergleichen.

Tunesien hat 11,1 Millionen Einwohner mit einem Bevölkerungswachstum von 1%. Die offiziellen Sprachen sind Arabisch und Französisch. Deutschland ist der drittwichtigste Handelspartner Tunesiens, für Deutschland ist Tunesien der wichtigste Handelspartner im Maghreb. Tunesien gilt als robustes Land in einem schwierigen Umfeld mit einer Arbeitslosenquote von 15%, bei Hochschulabsolventen liegt die Quote sogar bei 33%.

Zwischen der EU und Tunesien besteht seit 1995 ein Assoziierungsabkommen, und 2008 vollzog Tunesien als erstes nordafrikanisches Land eine Zollunion mit der Europäischen Union. 80% des tunesischen Außenhandels erfolgt mit der EU.

Die Gruppe besuchte die Unternehmen Electrocontact, LEONI und Délice. In allen Unternehmen wurden sie herzlich empfangen und sie konnten an Betriebsführungen teilnehmen.

Electrocontact

Electrocontact, in der Nähe von Sousse, fertigt Kabelbäume für Deutschlands Automobilindustrie – vorrangig für BMW – an. Die Gruppe wurde vom deutschen Geschäftsführer Erwin Vehar empfangen, der ihnen sowohl die Geschichte des Standorts als auch die wirtschaftlichen Kennzahlen näherbrachte und ihnen erläuterte, dass durch sorgfältige Planung die Firma die Zeit des Arabischen Frühlings ohne größere Verzögerungen in der Produktionskette überstanden hat.

Leoni Wiring Systems

Das deutsche Unternehmen Leoni Wiring Systems, gegründet 1917 in Nürnberg, hat seit 1977 eine Tochtergesellschaft in Messadine bei Sousse. Das Unternehmen ist der größte private Arbeitgeber Tunesiens mit 13.000 Beschäftigten. Produziert werden Kabeltechnologien für den Automobilbau und für die Telekommunikations-Branche. Begrüßt wurden sie von Geschäftsführer Mohamed Larbi Rouiss, der den Studierenden die Firma und ihre Philosophie vorstellte und für Fragen zur Verfügung stand.

Délice

Der Lebensmittelhersteller Délice, der seit 1980 zu Danone gehört, besitzt für den tunesischen Markt ein Quasi-Monopol. Délice ist spezialisiert auf Milchprodukte und zeichnet sich durch seine hohen Qualitätsstandards, dem umfangreichen Produktsortiment und einem umfassenden Know-how aus. Dadurch wird es für andere Unternehmen schwierig, mit Délice zu konkurrieren. Die Studierenden konnten mit dem Produktionsleiter hinter die Kulissen der Produktion schauen und konnten interessante Einblicke mitnehmen.

AHK

Bei der Deutsch-Tunesischen Industrie- und Handelskammer (AHK) wurde die Gruppe von der PR-Leiterin Carolin Ghorbal empfangen, die ihnen die Aufgabenbereiche der AHK in Tunesien präsentierte und Tunesien als Wirtschaftsstandort vorstellte. Wichtigstes Ziel ist die Förderung und Entwicklung wirtschaftlicher Beziehungen, die durch enge Zusammenarbeit mit deutschen Unternehmen erreicht wird. Seit 1979 ist die AHK in Tunesien aktiv und vertritt mit 25 Mitarbeitern die Wirtschaftsinteressen von rund 700 Mitglieder.

Europäische Delegation

Bei der Europäischen Delegation in Tunis empfingen zwei Delegierte die Studierenden, um über die politische und wirtschaftliche Beziehung zwischen der EU und Tunesien zu informieren und die wirtschaftliche Lage Tunesiens vor und nach der Revolution 2011 genauer zu betrachten.

Kulturelle Highlights

Die Gruppe konnte Vorlesungen besuchen an der Université Sousse, am Institut des Sciences Humaines und am Institut Supérieur de Gestion, dort stellten sie auch die Hochschule vor. Die Studierenden besuchten darüber hinaus das Grabmal des ehemaligen Staatspräsidenten Habib Bourguiba und fuhren nach Kairouan, wo sie die arabische Wasserbaukunst bewunderten und die wichtigste und heiligste Moschee Sidi-Oqba aufsuchten. In Tunis führte die Exkursion die Studierenden in das Musée Bardo und auch ein Besuch in Karthago stand auf dem Plan.

Landkarte Tunesien
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