#IB Forschungsaufenthalt an der Texas Tech University (TTU) in USA

Fakultät International Business – Alles für Ihren Erfolg


(Autorin: Dr. Sophie Ghvanidze, Mitarbeiterin am Heilbronner Institut für angewandte Marktforschung, Hochschule Heilbronn)
2015-09-02 13.05.33

Campus der Texas Tech University (TTU)

Im April kam der erfreuliche Bescheid des Texas Wine Marketing Research Institutes an der Texas Tech University (TTU) bezüglich meines Stipendiums für einen dreimonatigen Forschungsaufenthalt. Der Direktor des Instituts, Prof. Dr. Dodd, fand meine Vorschläge für Forschungsprojekte, die ich den Institutsmitgliedern vorgeschlagen habe, interessant und verfolgenswert.

Das Texas Wine Marketing Research Institute ist an das Department of Hospitality Management der Texas Tech University angegliedert. Das Institut ist einerseits durch eine anwendungsorientierte Forschung in der texanischen Weinindustrie und den USA anerkannt und vernetzt, anderseits nehmen die wissenschaftlichen Publikationen der Institutsmitglieder einen hohen Stellenwert in der Lebensmittel- und Weinforschung ein. Die TTU ist mit 50.000 Studierenden die zweitgrößte Universität in den USA und hat eine gute Reputation.

Die Nachricht war sehr erfreulich, allerdings mussten zuerst noch viele organisatorische Fragen geklärt werden, bevor eine Entscheidung getroffen werden konnte. Das Team vom H-Infam, insbesondere der Direktor des Institutes, Prof. Peter Schrott, war wie immer sehr aufgeschlossen und hat meine Abwesenheit im Institut für den Zeitraum vom September bis Ende November unverzüglich zugestimmt. Dankenswerterweise genehmigte auch der Dekan der Fakultät für International Business, Prof. Mathias Moersch, meinen Forschungsaufenthalt. Auch der schriftliche Antrag war schnell vom Vorstand der Fakultät signiert. Ich musste noch die Betreuung meines zweijährigen Sohnes organisieren, was ebenfalls mit Hilfe meiner Mutter reibungslos ablief.

Bereits vor meiner Ankunft in Lubbock, Texas haben die dortigen KollegInnen alles hervorragend organisiert. Meine Betreuerin, Prof. Natalia Velikova (stellvertretende Direktorin des Instituts), war eine tolle Organisatorin und eine meiner wichtigsten Ansprechpartnerinnen in allen Belangen vor Ort in Lubbock, Texas. Vom ersten Tag meiner Anreise stand mir ein Mietwagen zur Verfügung, denn ohne einen PKW ist es schwierig in Lubbock zu überleben. Ich habe dort keine öffentlichen Verkehrsmittel gesehen, abgesehen von den Schul- und Studentenbussen, die durch den weitläufigen Campus der Texas Tech fuhren.

2015-11-13 10.14.08

Prof. Wilna Oldewage-Theron PhD, Prof. Natalia Velikova PhD, Prof. Dr. Dodd, Dr. Sophie Ghvanidze

Der erste Tag am Campus fing mit der Begrüßung durch den Direktor des International Offices an, der mich sehr herzlich empfangen hat. Dabei wurden einige Bürokratien, die mit dem Aufenthalt eines ‚visiting scholars‘ verbunden sind, nicht vergessen. Am Ende musste ich noch im Empfangsbereich von International Office warten und wurde währenddessen sogar noch mit Kaffee und Kuchen vom Direktor verköstigt. Ich war verblüfft von seiner Gastfreundschaft…

Neben meinem Büro im 13. Stock des Gebäudes ‘Human Sciences’ war ein Küchenlabor vom Department of Hospitality Management. In einem großzügig eingerichteten Labor wurden zwei Mal in der Woche unter der Leitung der DozentInnen verschiedene Gerichte von den Studierenden vorbereitet. Auch ich dürfte das ein oder andere davon kosten.

Bald entdeckte ich das Sportzentrum, welches als eines der besten Sportzentren an den US-Amerikanischen Unis bekannt ist, mit vielfältigen Kursangeboten, einem großen Hallen- und Freibad, und der Basketballhalle, die vor allem bei weiblichen Zuschauern sehr beliebt war 😉 Durch das Sportzentrum war nun auch die „sportliche Seite“ meines Lebens gerettet!

Auf Einladung des Texas Wine Marketing Research Institutes besuchte Mitte Oktober Prof. Steve Charters, Master of Wines und renommierter Wissenschaftler aus Dijon, den TTU Campus. Der Vortrag von Steve Charters zum Thema ‚Wine and Aesthetics‘ regte großes Interesse unter den Studierenden von Hospitality Management und Weininteressierten in der überfüllten Aula am TTU Campus. Sowohl Vortrag, als auch Gespräche mit Prof. Charters waren sehr interessant für mich.

Meine Forschungsaktivitäten liefen sehr gut. Ich arbeitete in einem Team von renommierten WissenschaftlerInnen. Das Team war international aufgestellt, was die Zusammenarbeit noch spannender und abwechslungsreicher machte. Wir führten eine umfangreiche Studie mit Choice Experiment in drei Ländern durch, aus der drei Forschungsbeiträge entstanden sind. Zwei davon befinden sich derzeit im Gutachterprozess, die dritte Publikation werden wir im nächsten Monat einreichen. Zusätzlich haben wir zwei weitere Projekte initiiert und Forschungsdesigns erstellt. Nach meiner Rückkehr nach Deutschland haben wir bereits im Dezember die Studien durchgeführt, deren Ergebnisse ebenfalls in Form der wissenschaftlichen Beiträge in den internationalen Fachzeitschriften veröffentlicht werden.

Abschließend betrachtet, war es eine wertvolle Erfahrung in einem internationalen Team von exzellenten WissenschaftlerInnen zu arbeiten. Die Begegnung mit sehr freundlichen Menschen am Campus oder in der Nachbarschaft, die uns zu der Weinlese, dem Weinfest und den Heißluftballonfahrt eingeladen haben, war eine große Bereicherung!

Der große, gepflegte Campus, die Infrastruktur vom Department of Hospitality Management, ein starkes Forschungsteam, sehr nette und hilfsbereite Fakultätsmitglieder und das milde Klima von Texas haben mich sehr beeindruckt. Bis Ende Oktober variierte die Lufttemperatur zwischen 25 und 32 Grad. Erst Anfang November wurde es etwas regnerischer und frischer mit 10 – 15 Grad. (…die Schönheit der Landschaft von Lubbock, Texas hält sich allerdings in Grenzen :-)… )

Ich danke allen in der Fakultät und an der TTU, die mir diesen für mich sehr wertvollen und ereignisreichen Forschungsaufenthalt in Lubbock, Texas ermöglicht haben. Nicht zuletzt danke ich meinem Mann, der diese drei Monate, ohne uns, ohne meinen Sohn und mich, tapfer überstanden und mir großartig entgegengekommen ist. Abschließend danke ich ganz herzlich meiner tollen Mutter, die die Betreuung meines Sohnes während dieser drei Monate übernommen und mich so tatkräftig und getreu unterstützt hat.

Dr. Sophie Ghvanidze


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