#IB – Die Global Micro Initiative, oder: Das Auslandsjahr, das alles veränderte

Fakultät International Business – Alles für Ihren Erfolg


Die Global Micro Initiative

Während man hierzulande sein Mittagessen auf Facebook postet und zwischen Coffe-to-go und Weihnachtsshopping von der Optimierung der individuellen Work-Life-Balance schwadroniert, verhungern in anderen Teilen der Welt Menschen im Müll. Die Zustände in der Dritten Welt sind seit Jahrzehnten bekannt. Doch was kann man als „Normalbürger“, noch dazu als Student, daran schon ändern?

Catherine’s „Tante-Emma-Laden“

Tobias Schüßler, angehender IBIS-Absolvent und Gründer der Global Micro Initiative, hat gezeigt, wie’s geht. In einem eindrucksvollen Vortrag an unserer Hochschule haben er und Marion Schwierz, ebenfalls angehende IBIS-Absolventin, gestern von ihrem Engagement auf den Philippinen und in Indonesien berichtet.

In seinem FSJ auf den Philippinen 2012 kam Tobias das erste Mal mit extremer Armut in Berührung: „Dass Menschen im Müll und vom Müll leben, hat mich zutiefst erschüttert. Wie verzweifelt müssen sie sein, dass sie teilweise sogar ihre eigenen Kinder verkaufen, nur um den Rest der Familie zu ernähren?“

Nach seiner Rückkehr nach Deutschland war er fest entschlossen, an diesem Zustand etwas zu ändern und stieß nach einiger Zeit auf das Konzept der Mikrokredite. Hierbei werden Kredite zwischen 5 und 500 Euro vergeben, was es den Menschen ermöglicht, ein eigenes Geschäft aufzubauen oder eine Ausbildung zu machen. Mit den Krediten als „Hilfe zur Selbsthilfe“ wird den Menschen langfristig geholfen und ermöglicht im Gegensatz zu herkömmlichen „Almosen“ eine Zusammenarbeit auf Augenhöhe. Bei den Projektteilnehmern sorgen die Kredite zudem für neues Selbstvertrauen – zwar werden sie während der Rückzahlungsdauer (u.a. in Form von Schulungen) intensiv begleitet; der Erfolg ihrer Unternehmung hängt jedoch letzten Endes von ihnen ab. Ist ein Kredit zurückbezahlt, kann er außerdem sogleich für ein neues Projekt verwendet werden.

Der Erfolg der Initiative kann sich sehen lassen: Seit der Gründung der Global Micro Initiative im September 2014 haben durch die Mikrokredite bereits 28 Familien einen Weg aus dem Elend gefunden. Eines der Erfolgsbeispiele ist die alleinerziehende, 35-jährige Catherine: mit ihrer 5-köpfigen Familie lebt sie in einer kleinen Hütte am Strand ohne Fußboden und ohne fließend Wasser. Mit einem Kredit von 80 Euro konnte sie ein kleines Lebensmittelgeschäft (siehe Bild rechts) eröffnen. Ihre Einnahmen reichen aus, um ihre Tochter zur Schule zu schicken.

Als gemeinnützige Organisation wird die Global Micro Initiative jedoch ausschließlich aus Spenden finanziert. Weder Tobias und seine ehrenamtlichen Mitarbeiter, noch die philippinische und indonesische Partnerorganisationen Project Life und WKP verdienen etwas daran. Vor kurzem haben Tobias und Marion deshalb einen Spendenaufruf gestartet: Mit nur 3 Euro im Monat können Sie einem hilfsbedürftigen Menschen auf den Philippinen oder in Indonesien ermöglichen, eine Ausbildung zu machen oder ein eigenes, kleines Geschäft zu eröffnen. Das Besondere dabei: Nach Ihrer Spende erfahren Sie genau, wem Sie damit geholfen haben.

Tobias und Marion sind fest entschlossen, Ihr Engagement weiter auszubauen. Ihr BWL-Studium mit internationaler Ausrichtung an der Hochschule Heilbronn zahlt sich für sie bereits jetzt aus: „Das war eine große Hilfe beim Entwickeln eines eigenen Programms“.

Weiterführende  Informationen zur Global Micro Initiative finden Sie auch hier: http://global-micro-initiative.de/

 


Lesen Sie hier weiter

#IBIS Alumni erzählen

#IBIS Erfahrung und Herausforderung in Tunesien

#IBIS Just do it

#IB Summer School @ SAP

#IBIS KPMG zu Gast

Zum Studiengang Internationale Betriebswirtschaft – Interkulturelle Studien

 



Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.